Ueckermünde – eine Reise zurück zu meinen Wurzeln
Die letzte Etappe unserer Ostdeutschland-Tour führte uns an einen Ort, der für mich weit mehr als nur ein Reiseziel ist. Ueckermünde ist meine Geburtsstadt – und diese Rückkehr wurde zu einer kleinen Reise in die eigene Vergangenheit.
Zurück in meiner Geburtsstadt
In Ueckermünde verbrachte ich die ersten neun Jahre meines Lebens. An manches erinnere ich mich noch sehr genau, anderes liegt nur noch wie hinter einem Schleier – und einiges ist inzwischen ganz im Nirwana verschwunden.
Für unser Wochenende war leider schlechtes Wetter angekündigt. Als wir am Freitagnachmittag ankamen, blieb es zunächst immerhin trocken. Grau war der Himmel trotzdem, aber für einen Spaziergang reichte es.




Sechs Kilometer bis zur Strandhalle
Unser Stellplatz lag ganz in der Nähe der Altstadt. Weil es nur bewölkt war, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Strandhalle. Hin und zurück kamen dabei mal eben sechs Kilometer zusammen – ein ordentlicher Spaziergang, bei dem wir Ueckermünde ganz in Ruhe auf uns wirken lassen konnten.


Familienzeit und Erinnerungen von früher
Am Samstag kam meine Cousine Sandra aus Berlin. Gemeinsam trafen wir ihre Eltern, meine Tante Gisela und meinen Onkel Harald. Bei Kaffee und Kuchen saßen wir im Garten und holten viele Geschichten von früher wieder hervor.
Wir sprachen über die Zeit vor rund 40 Jahren, als ich bei meinen Großeltern am Stadtrand lebte. Manche Erinnerungen waren sofort wieder da, andere tauchten erst während des Erzählens langsam auf. Genau solche Gespräche machen eine Rückkehr besonders.

Backfisch am Hafen und Wein vor Womy
Am Abend gingen wir mit Sandra am Hafen Backfisch essen. Danach ließen wir den Tag vor unserem Womy bei einem Glas Wein ausklingen. Kein großes Programm, kein Zeitdruck – einfach zusammensitzen, erzählen und den Abend genießen.
Alte Fotos, die plötzlich wieder Geschichten erzählen
Am nächsten Morgen war der Himmel wieder grau und es nieselte. Nach dem Frühstück mit Sandra besuchten uns meine Tante und mein Onkel, weil sie sich unser Wohnmobil anschauen wollten.
Am Abend zuvor hatten sie alte Fotoalben hervorgeholt und brachten mir einige Bilder als Geschenk mit. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Solche Fotos sind mehr als Papier: Sie holen Menschen, Orte und Augenblicke zurück, die man längst nur noch im Kopf getragen hat.


Ein letzter Blick auf das Haus meiner Kindheit
Nachdem wir uns verabschiedet hatten, machten wir uns auf den Weg in die Lüneburger Heide – in der Hoffnung, dort etwas besseres Wetter zu finden.
Am Ortsausgang legten wir noch einen letzten Stopp ein. Ich fotografierte das Haus, in dem ich als Kind bei meinen Großeltern gelebt hatte. Heute trägt es natürlich viele neue Geschichten in sich. Für mich bleibt es trotzdem immer auch ein Stück Kindheit.

Ein leiser und persönlicher Tourabschluss
Ueckermünde war keine Etappe voller großer Sehenswürdigkeiten und strahlendem Sonnenschein. Gerade deshalb bleibt sie uns in besonderer Erinnerung: wegen der Familie, der alten Fotos und der Begegnung mit einem Ort, der einmal mein Zuhause war.