Schwerin – Märchenschloss, Altstadt und eine kulinarische Zeitreise
Ein Schloss wie aus dem Bilderbuch, ein fast menschenleerer Morgen und zwei sehr unterschiedliche DDR-Erinnerungen auf dem Teller: Unser Ausflug nach Schwerin hatte von allem etwas.
Früh unterwegs – und Schwerin fast für uns allein
Von Rerik aus machten wir uns früh am Morgen auf den Weg nach Schwerin. Wir wollten die Altstadt und natürlich das berühmte Schloss sehen. Schon von Weitem wirkte es beeindruckend: Türme, goldene Details und rundherum Wasser – ein Anblick, bei dem man automatisch etwas langsamer wird.
Unser frühes Aufstehen zahlte sich aus. Es waren nur wenige Menschen unterwegs, sodass wir das Schloss und seine Umgebung ganz in Ruhe genießen konnten.




Ein Spaziergang durch den Schlossgarten
Wir umrundeten das Schloss und spazierten durch den gepflegten Schlossgarten. Zwischen Wasser, alten Bäumen, Wegen und kunstvollen Fassaden bot sich hinter jeder Kurve ein neuer Blick. Für einen Moment konnte man sich gut vorstellen, wie es gewesen sein muss, hier als Adliger zu residieren – zumindest solange man die Pflichten und die unbequemen Kleider ausblendet.




Kaffee mit Schlossblick und ein Bummel durch die Altstadt
Im Restaurant des Schweriner Schlosses legten wir eine Pause ein. Bei Kaffee und Kuchen genossen wir die Ruhe und die besondere Aussicht. Danach führte uns der Weg weiter in die Altstadt. Wir bummelten ohne Eile durch die Straßen und ließen die Stadt einfach auf uns wirken.




DDR-Jägerschnitzel – genau wie erwartet
Zum Mittag bestellte ich mir ein Original DDR-Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensoße. Wer dabei ein paniertes Schweineschnitzel mit Pilzsoße erwartet, dürfte überrascht sein. Ich wusste allerdings genau, was auf den Teller kommen würde – und war mit meiner Wahl sehr zufrieden.


Das Softeis, das besser in Erinnerung geblieben wäre
Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein Original DDR-Eispionier-Softeis. Die Vorfreude war groß, schließlich hängen an solchen Dingen oft viele Erinnerungen. Leider konnte das Eis mit meiner Erinnerung überhaupt nicht mithalten. Es war tatsächlich das schlechteste Softeis, das ich je gegessen habe. Manchmal sollte man den Geschmack der Vergangenheit vielleicht einfach in guter Erinnerung behalten.
Trotzdem war Schwerin ein rundum schöner Ausflug: ein außergewöhnliches Schloss, ruhige Morgenstunden, eine sehenswerte Altstadt und genug kleine Geschichten, über die wir noch lange lachen konnten.
