Polen-Rundreise · Tag 8
Bydgoszcz · Bromberg
Bydgoszcz überrascht uns mit viel Wasser, restaurierten Speicherhäusern und einer entspannten Atmosphäre. Rund um die Mühleninsel zeigt sich die Stadt von ihrer schönsten Seite.
Unser Tag in Bydgoszcz
Ein spontaner Zwischenstopp
Eigentlich wollten wir von Toruń direkt nach Poznań fahren. Weil wir noch etwas Zeit hatten, schoben wir Bydgoszcz – auf Deutsch Bromberg – spontan dazwischen. Solche ungeplanten Stopps sind oft die besten: Man erwartet wenig und bekommt plötzlich eine Stadt voller Wasser, Parks und überraschend ruhiger Ecken.
Ein Campingplatz ganz für uns
Unser Ziel war der Campingplatz Zimne Wody an der Brda. Er liegt am Rand eines Industriegebiets, entpuppte sich aber als erstaunlich friedliche Oase. Bei unserer Ankunft war kein weiterer Gast da. Freie Platzwahl bekommt im Wohnmobilalltag schnell etwas Luxuriöses – also suchten wir uns natürlich den schönsten Schattenplatz aus.

Am Ufer lagen zahlreiche Kajaks, und schnell wurde klar, dass der Platz bei Paddlern beliebt ist. Die freundlichen Betreiber erklärten uns, dass wir Kajaks und Schwimmwesten kostenlos nutzen dürften. Aus einem ruhigen Zwischenstopp wurde damit unverhofft ein kleiner Aktivurlaub.
Womy bleibt stehen, wir paddeln los
Wir ließen uns nicht zweimal bitten und stiegen ins Kajak. Auf der ruhigen Brda glitten wir durch viel Grün und genossen die Stille. Ganz ohne Motor, Navi und Parkplatzsuche fühlte sich diese Art der Fortbewegung erstaunlich entspannt an – solange beide im gleichen Takt paddeln.




Bydgoszcz zwischen Wasser und Altstadt
Am Nachmittag brachte uns die Straßenbahn ins Zentrum. Bydgoszcz liegt an Brda und Weichsel und ist von Kanälen geprägt; rund um die Mühleninsel zeigt sich diese Verbindung zum Wasser besonders schön. Durch gepflegte Parks und ruhige Gassen gelangten wir zum Stary Rynek, wo wir mit Blick auf die historischen Fassaden zu Mittag aßen.














Danach erkundeten wir weiter die Altstadt und kamen – rein zufällig natürlich – an der Pierogarnia Stary Młyn vorbei. Für einen Nachtisch und Cocktails ließ sich unsere Route erstaunlich flexibel anpassen.










Der sportliche Teil nach dem Dessert
Anschließend spazierten wir ausgiebig durch Parks und historische Straßen. Offiziell wollten wir noch mehr von Bydgoszcz sehen. Inoffiziell ging es auch darum, Pierogi und Cocktails wieder auf ein vernünftiges Kalorienkonto zu bringen. Beides funktionierte überraschend gut.






Am Abend fuhren wir zurück zum fast menschenleeren Campingplatz. Kajaktour, Altstadt und gutes Essen – Bydgoszcz hatte aus unserem spontanen Zwischenstopp einen der abwechslungsreichsten Tage der Polenreise gemacht.

