Istrien Roadtrip: Von Pula nach Rabac – und weiter ins schönere Mošćenička Draga

Unterwegs mit Womy

Rabac und Mošćenička Draga – wenn Plan B die bessere Wahl ist

Nicht jeder Stopp passt zu uns, und genau das gehört zu einem Roadtrip dazu. Rabac blieb ein kurzer Versuch; Mošćenička Draga wurde dafür zu einer dieser angenehmen Überraschungen, für die man gern noch einmal alles zusammenpackt.

Ankommen in Rabac – und schnell ernüchtert

Nach unserem Aufenthalt in Pula führte uns der Istrien-Roadtrip weiter nach Rabac. Der Campingplatz machte zunächst einen guten Eindruck, und wir fanden eine schöne Parzelle. Also stellten wir Womy ab, fuhren die Markise aus und gingen mit den Handtüchern direkt zum Strand – Ankommen im Urlaubsmodus in Rekordzeit.

Die Begeisterung hielt leider nicht lange. Das Wasser war sehr seicht, der Weg ins tiefere Meer mühsam und auch die Wasserqualität überzeugte uns an diesem Tag nicht. Der Strand traf ebenfalls nicht unseren Geschmack. Nach einem kurzen Badeversuch waren wir uns schnell einig: zurück zu Womy und erst einmal unter die Dusche.

Kein Taxi nach Labin – also ein Abend in Rabac

Am Abend wollten wir mit dem Taxi hinauf nach Labin fahren. Nur wollte offenbar kein Taxi zu uns hinunter nach Rabac kommen. Unser Ausflug scheiterte damit nicht an der Planung, sondern an der Abholung. Wir machten das Beste daraus, spazierten durch den Ort und ließen den Abend später bei einem Glas Wein vor Womy ausklingen.

Weiter nach Mošćenička Draga – eine gute Entscheidung

Am nächsten Morgen war klar: Rabac und wir würden keine große Urlaubsliebe mehr. Also packten wir zusammen und fuhren weiter nach Mošćenička Draga. Schon der erste Eindruck fühlte sich richtig an. Der Campingplatz war liebevoll angelegt und gepflegt, unsere Parzelle gefiel uns sofort – und auch ohne direkten Strandzugang fühlten wir uns hier deutlich wohler.

Gut zu wissen: Mošćenička Draga liegt unterhalb des historischen Bergortes Mošćenice. Der heutige Küstenort entwickelte sich rund um den kleinen Hafen und ist für seinen langen Kiesstrand bekannt.

Steil hinauf zum mythischen Pfad Trebišća

Weil Andreja leichte Schulterschmerzen hatte, machte ich mich allein auf eine kurze, aber ziemlich steile Fahrradtour zum mythisch-historischen Pfad Trebišća. Für frühe slawische Siedler galt das Gebiet Trebišća–Perun als heiliger Ort. Der Überlieferung nach spielten sich hier Geschichten um Perun und Veles ab – Gottheiten, die Natur und Lebenskreisläufe verkörperten. Der Weg forderte die Beine, lieferte dafür aber Landschaft und Geschichte gleichzeitig.

Ein ruhiger Abend im Ort

Am Abend schlenderten wir durch Mošćenička Draga und genossen die ruhige Atmosphäre. Der Ort ist klein, charmant und wirkte auf uns sofort entspannter als Rabac. Manchmal braucht es eben nur wenige Kilometer und einen zweiten Versuch.

Mit dem Fahrrad schon einmal Richtung Opatija

Am nächsten Morgen fuhr ich mit dem Fahrrad in Richtung Opatija. Unterwegs sah ich mir bereits den nächsten Campingplatz an und prüfte mögliche Stellplätze – Reiseplanung nach Womy-Art: erst schauen, dann rollen. In Opatija gönnte ich mir einen Cappuccino und einen Apple Cider, bevor es zurückging.

Währenddessen kümmerte sich Andreja um unsere Pudel und duschte sie. Später bereiteten wir uns gemeinsam etwas zum Mittagessen zu und ließen den Tag ruhig weiterlaufen.

Ein süßer Abschluss in Mošćenička Draga

Am Nachmittag machten wir noch eine größere Runde durch den Ort. In einer kleinen Konditorei entdeckten wir Kuchen, an dem wir natürlich nicht einfach vorbeigehen konnten. Reine Reisebericht-Recherche – man muss schließlich wissen, wovon man schreibt.

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