Istrien Roadtrip: Poreč

Poreč
Unterwegs mit Womy

Zwischen Altstadtgassen und Adriablick

Poreč kann beides: jahrhundertealte Geschichte und ganz entspanntes Urlaubsgefühl. Wir radeln mit Cherry und Candy durch die Altstadt, genießen den Blick aufs Meer – und stellen schnell fest, dass selbst ein UNESCO-Welterbe hier wunderbar zu Sandalen passt.

Von Umag nach Poreč

Nach ein paar schönen Tagen in Umag hieß es wieder: alles einpacken, Schränke kontrollieren und weiterziehen. Unser nächstes Ziel war der Campingplatz Zelena Laguna bei Poreč. Schon bei der Ankunft waren wir begeistert: viel Grün, eine schön angelegte Anlage und dazu ein Stellplatz mit traumhaftem Blick aufs Meer. Besser kann ein neues Kapitel unserer Istrien-Reise kaum beginnen.

Der Campingplatz Zelena Laguna gehört zu den größeren und gut ausgestatteten Plätzen der Region. Er liegt in einer grünen Bucht, umgeben von schattenspendenden Pinien, und einige Stellplätze bieten direkten Meerblick. Besonders praktisch fanden wir die Lage: Strand sowie Sport- und Freizeitangebote sind bequem zu Fuß erreichbar. Auch für Fahrradtouren entlang der Küste und in die umliegenden Orte ist der Platz ein idealer Ausgangspunkt – das Wohnmobil darf also ruhig einmal Pause machen.

Erste Erkundungstour

Kaum war Womy eingerichtet, saßen wir auch schon auf den Fahrrädern. Schließlich will ein neuer Campingplatz gründlich erkundet werden – rein dienstlich natürlich. Nach einer gemütlichen Kaffeepause in einer Strandbar sprangen wir ins Meer und ließen uns anschließend die Sonne auf die Nase scheinen.

Später rollte Andreja ihre Yogamatte aus, während ich noch einmal aufs Rad stieg. Meine Tour führte mich bis nach Vrsar, ein mediterranes Städtchen mit historischem Stadtkern, malerischem Hafen und herrlichem Blick über die kleine Inselwelt vor der Küste. Der traumhafte Sonnenuntergang war dabei die schönste Belohnung – und deutlich besser als jeder Pokal.

Unterwegs in Poreč

Am nächsten Tag machten wir uns mit den Fahrrädern und unseren Pudeln Cherry und Candy auf den Weg nach Poreč. In der Altstadt ließen wir uns einfach treiben: vorbei an alten Steinhäusern, kleinen Geschäften und Gassen, in denen hinter jeder Ecke ein neues Fotomotiv wartete. Mit zwei Hunden und Fahrrädern ist „einfach schlendern“ zwar immer ein kleines logistisches Kunststück – aber genau das gehört bei uns dazu.

Am Abend probierten wir ein Restaurant aus, das wir über TripAdvisor gefunden hatten. Das Thunfischsteak war wirklich hervorragend, der Preis allerdings ebenfalls ziemlich selbstbewusst. Dazu gab es ein istrisches Bier. Anschließend bummelten wir noch durch die abendliche Altstadt, die im warmen Licht besonders stimmungsvoll und fast ein wenig romantisch wirkte.

Poreč zählt zu den bekanntesten Küstenstädten Istriens und blickt auf eine lange, bewegte Geschichte zurück. Schon in der Antike war die Stadt ein bedeutender Hafen und Handelsplatz. Besonders beeindruckend ist die Euphrasius-Basilika aus dem 6. Jahrhundert. Ihre kunstvollen Mosaike und die frühbyzantinische Architektur machen sie zu einem der besonderen Schätze der Altstadt.

Gut zu wissen: Die Euphrasius-Basilika gehört zum UNESCO-Welterbe. Ein ziemlich großer Titel für einen Ort, den man ganz entspannt in Sandalen erkunden kann.

Wellen, Sonne & Aufbruch

Am nächsten Morgen zeigte sich die Adria von ihrer lebhafteren Seite: Die Wellen waren deutlich kräftiger als am Vortag. Natürlich konnten wir uns diese wilde Abkühlung nicht entgehen lassen – ein Sprung ins Meer musste einfach sein. Danach hieß es wieder: Handtücher trocknen, alles sicher verstauen und Womy startklar machen. Unser nächstes Ziel war Rovinj, und die Vorfreude fuhr selbstverständlich schon mit.

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet