Opatija – Meerblick, Villen und ein Hauch Kaiserzeit
Opatija empfing uns elegant, grün und mit genau der richtigen Portion Nostalgie. Zwischen historischen Villen, Parkanlagen und der Promenade am Meer fühlte sich unser Spaziergang fast wie eine kleine Zeitreise an.
Glückstreffer auf dem Campingplatz in Ičići
Nach dem Frühstück fuhren wir zum Campingplatz in Ičići, kurz vor Opatija. Ich hatte mir dort am Vortag bereits einige Plätze angesehen. Unser Timing hätte kaum besser sein können: Gerade als ein Paar seine Parzelle mit direktem Meerblick verließ, kamen wir an. Wenig später lagen Teppich und Markise an ihrem Platz, vor uns glitzerte die Adria und im Glas wartete ein Wein. Manchmal arbeitet der Reiseplan eben doch mit uns.




Wegen der Schulter diesmal ohne Fahrräder
Weil Andrejas Schulterschmerzen stärker wurden, blieben die Fahrräder diesmal bei Womy. Wir nahmen ein Taxi nach Opatija und spazierten von dort in ruhigem Tempo an der Franz-Josef-I.-Promenade entlang. Das Meer immer an der Seite, historische Gebäude im Blick – für diesen Weg braucht es kein besonderes Programm.




Villen, Parks und der Glanz der Kaiserzeit
Unser Weg führte zur Villa Angiolina, die von einem Park mit exotischen Pflanzen umgeben ist. Opatija entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem mondänen Bade- und Kurort der österreichisch-ungarischen Gesellschaft. Auch Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sissi, hielten sich hier auf. Seit 1889 war Opatija offiziell heilklimatischer Kurort. Noch heute erzählen prachtvolle Hotels, Villen und gepflegte Gärten von dieser Zeit – dezent ist anders, aber genau das macht den Charme aus.






Natürlich kamen wir auch am Wahrzeichen der Stadt vorbei: dem „Mädchen mit der Möwe“. Die Statue steht auf einem Felsen direkt am Meer und gehört zu Opatija wie die historischen Villen und die Promenade.
Abendessen am Hafen
Zum Abendessen kehrten wir im Restaurant des Yacht Clubs ein. Mit Blick auf den Hafen ließen wir den Tag in Ruhe ausklingen, bevor uns ein Taxi zurück zum Campingplatz und zu Womy brachte.






Plötzlicher Abschied – weiter nach Zagreb
In der Nacht wurden Andrejas Schulterschmerzen stärker. Deshalb beschlossen wir am nächsten Morgen, Opatija früher als geplant zu verlassen und nach Zagreb zu fahren. Dort wollten wir die Schulter bei einem Orthopäden untersuchen lassen. So endete unsere Küstenetappe anders als gedacht – Gesundheit geht vor, auch wenn der Meerblick gerade besonders schön ist.
Unser Roadtrip führte uns damit weg von der Adria und hinein in die kroatische Hauptstadt. Opatija blieb uns trotz des verkürzten Aufenthalts als eleganter, grüner Abschluss unserer Istrien-Tour in Erinnerung.