Polen-Rundreise · Tag 2 & 3
Łeba · Ostseeküste
Von Stettin führt uns die Reise an die polnische Ostsee. In Łeba erwarten uns ein schöner Campingplatz, viel Natur und die eindrucksvollen Wanderdünen des Słowiński-Nationalparks.
Unser Tag in Łeba
Holprige Straßen, schönes Ziel
Erst Pudelstrand, dann polnische Sahara
Am nächsten Morgen stand die sogenannte polnische Sahara auf dem Plan. Weil Hunde im Dünengebiet nicht erlaubt sind, gehörte der erste Programmpunkt Cherry und Candy: ein ausgiebiger Strandspaziergang mit Sand unter den Pfoten und sichtbarer Begeisterung. Erst danach machten wir uns ohne die beiden auf den Weg.

Dorsch und ein Krefelder auf Polnisch
Im Restaurant Chata Rybacka bestellten wir Dorsch mit Spinat und Mozzarella. Bei unserem Lieblingsfisch sind wir durchaus kritisch, doch dieses Gericht bestand die Prüfung ohne jede Diskussion. Dazu gab es dunkles polnisches Bier, das wir kurzerhand zum Krefelder mit Cola machten. Ob das in Polen Tradition hat, wissen wir nicht – bei uns war es in diesem Moment jedenfalls eine.






Am nächsten Morgen stand ein Ausflug in die polnische Sahara, ein beeindruckendes Dünengebiet, auf dem Programm. Da Hunde dort nicht erlaubt sind, begannen wir den Tag mit einem ausgiebigen Spaziergang am Strand, wo unsere Hunde im Sand tobten und sichtlich Spaß hatten.








Mit den Fahrrädern brauchten wir etwa 30 Minuten bis zum Rand des Dünengebiets. Dort stellten wir die Räder ab und gingen zu Fuß weiter. Am Fahrradparkplatz beobachtete uns ein kleiner Fuchs neugierig – vermutlich in der Hoffnung, dass Zweibeiner grundsätzlich Proviant verlieren. Wir enttäuschten ihn und hielten respektvoll Abstand.



Ein Wald verschwindet unter Sand
Die Wanderdünen im Słowiński-Nationalpark gehören zu den eindrucksvollsten Naturlandschaften an der Ostsee. Wind schiebt den Sand jedes Jahr weiter, sodass Bäume nach und nach unter ihm verschwinden. Vor Ort sieht man diese Kraft unmittelbar: halb versandete Stämme, freie Dünenflächen und dahinter das Meer. Auf dem Rückweg gewann dann eine andere Naturgewalt – der Duft frischer Waffeln. Andreja nahm Gofry, ich süße Pierogi mit Käsefüllung und Sahne. Forschungsergebnis: beides köstlich.









Mutig bestellt, ehrlich geurteilt
Am Abend bummelten wir noch einmal durch Łeba und bestellten Barszcz, Pierogi und Golonka. Wir wollten die polnischen Klassiker unbedingt probieren, doch dieses Mal sprang der Funke nicht ganz über. Auch das gehört für uns zum Reisen: neugierig bestellen, ehrlich kosten und notfalls feststellen, dass Vorfreude manchmal die beste Zutat war.




Łeba blieb uns trotzdem besonders in Erinnerung – wegen des Strandes, der Fahrradtour, des kleinen Fuchses und vor allem wegen der gewaltigen Dünenlandschaft. Nach zwei abwechslungsreichen Tagen waren wir bereit für die nächste Etappe entlang der Ostseeküste.