Polen-Rundreise · Tag 1
Stettin · Szczecin
Unsere Polen-Tour beginnt in Stettin: Nach einem kräftigen Regenschauer erleben wir eine fast menschenleere Altstadt, spazieren mit den Pudeln am Oderufer und lassen den ersten Reisetag mit Blick auf die Stadt ausklingen.
Unser Tag in Stettin
Vom Grenzübertritt direkt ins Wetterkino
Nach unserem Familientreffen in Ueckermünde waren es bis zur polnischen Grenze gerade einmal rund 30 Minuten. Eine knappe Stunde später rollten wir bereits auf Stettin zu. Einen klassischen Campingplatz gab es dort nicht mehr, deshalb steuerten wir den Holiday Park auf einer Halbinsel vor der Altstadt an. Kaum standen wir, verdunkelte sich der Himmel – und Stettin begrüßte uns mit einem Regenguss, bei dem selbst Womy kurz den Eindruck machte, lieber drinnen bleiben zu wollen.
Eine Altstadt fast nur für uns
So schnell, wie der Regen gekommen war, zog er auch wieder ab. Wir schnappten uns Cherry und Candy und liefen in Richtung Altstadt. Die nassen Straßen glänzten, die Terrassen waren leer und kaum jemand war unterwegs. Schade für die Wirte – für uns wirkte es beinahe so, als hätte Stettin die Stadt nach dem Wolkenbruch kurz exklusiv für uns geöffnet.






Stettin, auf Polnisch Szczecin, liegt an der Oder und blickt auf eine lange Geschichte als Hafen- und Handelsstadt zurück. Beim Spaziergang begegneten uns historische Fassaden ebenso wie frisch gestaltete Straßen und Plätze. Überall wurde gebaut und erneuert – ein Kontrast, der die Stadt überraschend lebendig wirken ließ.










Czeburek statt Sterne-Menü
Später liefen wir zurück zu Womy. Gleich in der Nähe lockte ein Food-Truck-Park mit einer beachtlichen Auswahl. Wir entschieden uns für Czeburek: außen knusprig, innen herzhaft und genau das Richtige nach unserem langen Spaziergang. Manchmal braucht ein gelungener Reiseabend eben keine weiße Tischdecke, sondern nur etwas richtig Leckeres auf die Hand.


Den Abend verbrachten wir vor dem Wohnmobil mit freiem Blick über den Fluss und auf die Altstadt. Nach Regen, Pflastersteinen und Czeburek war das der perfekte, ruhige Abschluss unseres ersten Tages in Polen.









Nachtruhe mit Abbauprogramm
Ganz so ruhig blieb es allerdings nicht: In der Nacht bauten Arbeiter in der Nähe die Zäune einer vergangenen Veranstaltung ab. Metallisches Klappern gehörte offenbar zum Stellplatz-Service. Wir nahmen es mit Humor – schließlich hatte unsere Polen-Tour gerade erst begonnen.